Cannabis enthält viele Wirkstoffe, sogenannte Cannabinoide, mindestens 60 verschiedene. Einige davon wirken psychoaktiv. Die bekanntesten sind THC und CBD.
THC (Tetrahydrocannabinol) ist der stärkste Wirkstoff der Pflanze und für den Rausch verantwortlich. Es wirkt im Gehirn auf dieselben Andockstellen wie körpereigene Botenstoffe. Je mehr THC, desto stärker die Wirkung und desto häufiger unangenehme Folgen wie Angst oder Panik. Wie viel THC in Cannabis steckt, schwankt stark, je nach Pflanze und Art des Anbaus.
CBD (Cannabidiol) ist der zweithäufigste Wirkstoff. Er gilt nicht als berauschend.
Oft heißt es, CBD mache THC harmloser. In einer kontrollierten Studie mit üblichen Mischungsverhältnissen schützte CBD aber nicht vor den akuten Folgen von THC. Ein hoher CBD-Anteil ist also kein Freibrief.
Merke: Für den Rausch und seine Risiken zählt vor allem der THC-Gehalt. Wie beide Stoffe im Körper wirken, steht im Modul Was Cannabis im Körper macht.
Mehr dazu: Mythen-Check
Quellen
- drugcom.de (BIÖG): Drogenlexikon, Eintrag Cannabis
- BIÖG: Informationen zu Cannabis, zur Weitergabe an Mitglieder von Cannabis-Anbauvereinigungen (Stand 02.2025)
- Englund u. a. (2023): Does cannabidiol make cannabis safer? A randomised, double-blind, cross-over trial of cannabis with four different CBD:THC ratios, Neuropsychopharmacology