Synthetische Cannabinoide sind im Labor hergestellte Stoffe, die an denselben Stellen im Gehirn andocken wie THC. Viele wirken deutlich stärker und länger. Möglich sind Herzrasen, starke Unruhe, Halluzinationen, Krampfanfälle und schwere Vergiftungen, es gab Todesfälle.
Das Tückische: Sie werden oft auf pflanzliches Material gesprüht, auch auf CBD-Blüten, und als „natürliches Cannabis“ verkauft. Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen. Wer Cannabis unbekannter Herkunft nimmt, weiß deshalb nie sicher, was drin ist.
HHC (Hexahydrocannabinol) ähnelt THC chemisch und wurde eine Zeit lang als „legaler Ersatz“ verkauft. Nach dem Bundesinstitut für Risikobewertung ist bei den üblichen Mengen mit psychoaktiven Wirkungen zu rechnen, größere Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Seit dem 27. Juni 2024 fällt HHC in Deutschland unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz und ist verboten.
Merke: Bei Cannabis unbekannter Herkunft kann ein viel stärkerer Stoff dabei sein. Bei Herzrasen, Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit sofort 112.
Mehr dazu: Wenn es zu viel wird · Risiken ohne Panik
Quellen
- BfR (2025): Stellungnahme 019/2025, Psychoaktive Wirkungen durch den Konsum von Hexahydrocannabinol (HHC)-haltigen Erzeugnissen zu erwarten
- ToxInfo: Cannabis (Abschnitt synthetische Cannabinoide)
*Zur Freigabe:* „auch auf CBD-Blüten“ steht so im Modul „Wenn es zu viel wird“; die heute geöffneten Quellen sagen allgemeiner „als natürliches Cannabis verkauft“. Entweder Quelle aus dem Modul ergänzen oder „auch auf CBD-Blüten“ streichen.