In der getrockneten Pflanze liegt THC überwiegend als THCA vor, einer Säureform, die nicht berauscht. Erst beim Erhitzen, etwa beim Rauchen oder Verdampfen, spaltet sich ein Teil des Moleküls ab, und aus THCA wird THC.
Labore messen deshalb beides und rechnen zusammen:
Gesamt-THC = THC + 0,877 × THCA
Ein Beispiel: Enthält eine Probe 20 Prozent THCA und 0,5 Prozent THC, ergibt das 0,5 + 17,5 = 18,0 Prozent Gesamt-THC.
Der Faktor 0,877 ergibt sich aus der Chemie: Beim Umwandeln verliert THCA an Gewicht, von 100 Teilen THCA bleiben rund 87,7 Teile THC. Gesamt-THC zeigt also, wie viel THC höchstens entstehen kann, wenn alles THCA umgewandelt wird. Für CBD und seine Säureform CBDA rechnet man genauso.
Für die Einschätzung zählt dieser Gesamtwert. Ein niedriger THC-Wert allein sagt wenig, wenn viel THCA enthalten ist.
Merke: Für das Risiko zählt auf Laborberichten der Gesamt-THC-Wert, nicht der THC-Wert allein.
Mehr dazu: Was Cannabis im Körper macht · Laborergebnisse