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Gesetze und Paragrafen stehen gesammelt unter Gesetze im Überblick.
A
- Abhängigkeit · Cannabiskonsumstörung
- Wenn sich der Konsum nicht mehr steuern lässt: starkes Verlangen, Kontrollverlust über Menge und Zeitpunkt, Weiterkonsum trotz Schäden, Toleranz und Entzugserscheinungen. Fachleute sprechen von einer Cannabiskonsumstörung, die je nach Zahl der erfüllten Kriterien leicht, mittel oder schwer ist.
- Amtlicher Lichtbildausweis
- Ein amtliches Ausweisdokument mit Foto, etwa Personalausweis oder Reisepass.
- Anbauvereinigung
- Ein eingetragener, nicht wirtschaftlicher Verein oder eine eingetragene Genossenschaft, in der erwachsene Mitglieder gemeinsam Cannabis für den Eigenkonsum anbauen und untereinander weitergeben. Dafür braucht es eine behördliche Erlaubnis. Verkauf, Gewinnstreben und Werbung sind ausgeschlossen, Minderjährige haben keinen Zutritt.
B
- Belohnungssystem
- Ein Netzwerk im Gehirn, das angenehme Erfahrungen über den Botenstoff Dopamin verstärkt, damit wir sie wiederholen. Suchtmittel greifen hier ein. Das ist ein Grund, warum aus Gewohnheit Abhängigkeit werden kann.
- BIÖG · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
- Die Bundesbehörde für Gesundheitsaufklärung, 2025 aus der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorgegangen. Sie betreibt unter anderem drugcom.de und das Ausstiegsprogramm Quit the Shit.
- Blutserum
- Der flüssige Teil des Bluts ohne Blutzellen. Auf ihn bezieht sich der THC-Grenzwert am Steuer von 3,5 ng/ml.
- BMG · Bundesministerium für Gesundheit
- Das Bundesgesundheitsministerium, ein Ministerium der Bundesregierung. Es gibt die unabhängige Evaluation des Konsumcannabisgesetzes in Auftrag (§ 43 KCanG) und beantwortet auf seiner Website häufige Fragen zum Cannabisgesetz.
- Bubble Hash
- Haschisch, für das die Trichome mit Eiswasser und Siebbeuteln abgetrennt und anschließend getrocknet werden. Lösungsmittel werden dabei nicht verwendet.
C
- Cannabinoide
- Inhaltsstoffe der Cannabispflanze, die an Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoid-Systems binden können. Die bekanntesten sind THC, das berauscht, und CBD, das nicht berauscht.
- Cannabis-Hyperemesis-Syndrom
- Wiederkehrende Phasen mit starker Übelkeit, hartnäckigem Erbrechen und Bauchschmerzen nach langem, häufigem Konsum. Typisch ist, dass heißes Duschen oder Baden die Beschwerden lindert. Dauerhaft hilft nur, mit dem Konsum aufzuhören.
- Cannanas
- Die Software, mit der wir Mitgliedschaft und Ausgabe verwalten. Als Mitglied nutzt du sie als App, etwa für dein Konto oder um zu kündigen. Sie prüft bei jeder Ausgabe auch die gesetzlichen Höchstmengen, für Mitglieder unter 21 die engeren Grenzen. Mehr zu Cannanas
- CBD · Cannabidiol
- Ein Wirkstoff der Cannabispflanze, der nicht berauschend wirkt. In unseren Laborergebnissen steht der Gesamtgehalt aus CBD und umgerechnetem CBDA.
- CBDA · Cannabidiolsäure
- Die Säureform von CBD in der frischen Pflanze. Beim Erhitzen wird sie zu CBD, umgerechnet wie bei THC mit dem Faktor 0,877.
- CBG · Cannabigerol
- Ein Wirkstoff der Cannabispflanze, der nicht berauschend wirkt. Seine Säureform CBGA ist die Vorstufe, aus der die Pflanze THCA und CBDA bildet.
- Charge
- Eine Menge Cannabis, die gemeinsam hergestellt, geprüft und dokumentiert wird, etwa die Ernte einer Sorte. Laborwerte gelten jeweils für die ganze Charge.
- Coffeeshop
- In den Niederlanden geduldete Läden, in denen Erwachsene kleine Mengen Cannabis kaufen können. In Deutschland gibt es keine Coffeeshops, der Verkauf von Cannabis bleibt verboten.
- Craving
- Fachwort für ein starkes, drängendes Verlangen nach dem Suchtmittel. Es gehört zu den Anzeichen einer Abhängigkeit und tritt oft in Konsumpausen auf.
- CUDIT-R
- Cannabis Use Disorders Identification Test in der überarbeiteten Fassung von 2010: ein international eingesetzter Kurztest mit acht Fragen. Er zeigt, ob Konsum riskant sein könnte, ersetzt aber keine Diagnose. Unser Selbsttest nutzt seine Fragen.
D
- DHS · Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
- Der Dachverband der Sucht- und Drogenhilfe in Deutschland, ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Hamm. Er veröffentlicht Zahlen, Informationsmaterial und ein Verzeichnis der Beratungsstellen.
- DigiSucht
- Die bundesweite Online-Plattform der Suchtberatung. Dort schreibst oder chattest du mit Fachkräften von Beratungsstellen, auch aus deiner Region, kostenlos und auf Wunsch anonym.
- drugcom.de
- Das Informations- und Beratungsportal des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zu Alkohol, Cannabis und anderen Drogen. Dort gibt es Wissen, Selbsttests sowie Beratung per Chat und E-Mail, kostenlos und anonym.
- Dry Sift
- Haschisch, für das die harzreichen Drüsen der Pflanze, die Trichome, trocken durch feine Siebe von getrockneten Blüten getrennt werden, ohne Wasser und ohne Lösungsmittel.
- DSM-5
- Das Diagnosehandbuch der American Psychiatric Association in der fünften Auflage. Es beschreibt psychische Störungen anhand fester Kriterien, auch die Cannabiskonsumstörung.
E
- Edibles
- Englisch für Essbares: Lebensmittel mit THC, etwa Kekse, Gummibärchen oder Schokolade. Die Wirkung kommt verzögert und ist schwer vorhersehbar, für Kinder sind sie besonders gefährlich. In Deutschland sind Edibles verboten.
- Eigenanbau
- Anbau von Cannabis für den eigenen Konsum, ohne Handel und ohne Gewinn. Privat sind bis zu drei Pflanzen zu Hause erlaubt, gemeinschaftlich geht es nur in einer Anbauvereinigung.
- Eigenkonsum
- Der Konsum durch dich selbst. Was du zum Eigenkonsum besitzt oder bekommst, darfst du nicht an andere weitergeben, verschenken oder verkaufen.
- EKOCAN · Evaluation des Konsumcannabisgesetzes
- Ein Forschungsverbund aus Hamburg, Düsseldorf und Tübingen, der im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums untersucht, wie das Konsumcannabisgesetz auf Kinder- und Jugendschutz, Gesundheitsschutz und cannabisbezogene Kriminalität wirkt. Grundlage sind unter anderem Befragungen und Daten von Anbauvereinigungen. Der umfassende Bericht soll bis 1. April 2028 vorliegen (§ 43 KCanG).
- Entzugserscheinungen
- Beschwerden, wenn jemand nach längerem, regelmäßigem Konsum aufhört: etwa Reizbarkeit, Unruhe, Schlafprobleme, weniger Appetit und starkes Verlangen. Sie beginnen meist ein bis drei Tage nach dem letzten Konsum und sind in der ersten Woche am stärksten. Die meisten klingen nach zwei bis drei Wochen ab, Schlaf und Stimmung können länger brauchen.
F
- FreD · Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumierenden
- Ein Kurzprogramm der Suchthilfe für junge Menschen, die zum ersten Mal mit Drogen aufgefallen sind: ein Einzelgespräch und ein Gruppenkurs an wenigen Terminen. Es informiert und regt an, den eigenen Konsum zu überdenken.
- Frühintervention
- Angebote für junge Menschen, die mit Cannabis aufgefallen sind, bevor sich Probleme verfestigen, etwa Kurzprogramme wie FreD. Verstoßen Minderjährige gegen das KCanG, kann das Jugendamt auf die Teilnahme an einem solchen Programm hinwirken (§ 7 KCanG).
G
- Gerinnungshemmer
- Medikamente, die das Blut verdünnen, damit sich keine Gerinnsel bilden, etwa bei Vorhofflimmern oder nach einer Thrombose. Cannabis kann ihren Abbau im Körper verändern und so das Blutungsrisiko erhöhen.
- Gesamt-THC
- THC plus das mit 0,877 multiplizierte THCA. Der Faktor gleicht aus, dass THCA schwerer ist als THC: Beim Umwandeln geht die Säuregruppe als Kohlendioxid verloren. So lassen sich Proben vergleichen, egal wie viel THCA schon zu THC umgewandelt ist.
- Gesundheits- und Jugendschutzkonzept
- Jede Anbauvereinigung muss schriftlich darlegen, wie sie Kinder und Jugendliche schützt, einen risikoreduzierten Konsum fördert und Suchtprävention betreibt. Das Konzept ist Teil des Antrags auf Erlaubnis. Die Präventionsbeauftragten sorgen für die Umsetzung.
H
- Harz
- Das klebrige Sekret der Trichome, in dem die meisten Wirkstoffe der Cannabispflanze stecken. Abgesondertes Harz heißt im Gesetz Haschisch (§ 1 Nr. 5 KCanG).
- Haschisch
- Das abgesonderte Harz der Cannabispflanze, meist zu Platten oder Klumpen gepresst.
- HHC · Hexahydrocannabinol
- Ein halbsynthetischer Wirkstoff, meist chemisch aus CBD hergestellt, der ähnlich wie THC berauscht. Seit Juni 2024 ist HHC in Deutschland verboten. Gehalt und Verunreinigungen solcher Produkte sind nicht abschätzbar.
- Horrortrip
- Ein Rausch, der kippt: Angst, Panik, Verwirrtheit, oft mit Herzrasen oder Übelkeit. Meist geht er vorbei. Ist die Person bewusstlos, atmet sie nicht normal, hat sie einen Krampfanfall oder Schmerzen in der Brust, ruf sofort die 112.
I
- ICD-11
- Die Internationale Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation in der elften Fassung. Damit werden Diagnosen einheitlich verschlüsselt, zum Beispiel schädlicher Cannabisgebrauch oder Abhängigkeit.
- Indica und Sativa
- Handelsbezeichnungen für Cannabissorten, die angeblich beruhigen (Indica) oder beleben (Sativa). Eine Auswertung von fast 90.000 Proben fand, dass die Bezeichnungen nicht verlässlich zur chemischen Zusammensetzung passen.
J
- Joint
- Eine selbst gedrehte Zigarette mit Cannabis, meist mit Tabak gemischt. Wer so raucht, riskiert eine Abhängigkeit von beiden Stoffen, und der Rauch schadet Atemwegen, Herz und Kreislauf.
K
- KCanG · Konsumcannabisgesetz
- Das Bundesgesetz regelt, was Erwachsene mit Cannabis dürfen und was verboten bleibt. Es gilt seit dem 1. April 2024: Besitz kleiner Mengen und privater Anbau sind seitdem ab 18 erlaubt, Anbauvereinigungen seit dem 1. Juli 2024. Verkauf und Werbung bleiben verboten.
- Kiffen
- Umgangssprachlich für Cannabis rauchen, oft auch allgemein für Cannabis konsumieren.
- Konsumverbotszone
- Ein Ort, an dem Cannabiskonsum in der Öffentlichkeit verboten ist: an Schulen, Spielplätzen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportstätten und Anbauvereinigungen, jeweils auch in Sichtweite, und in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr (§ 5 KCanG). Karte der Konsumverbotszonen in Dortmund
L
- LWL · Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Ein Kommunalverband der Städte und Kreise in Westfalen-Lippe. Er betreibt unter anderem psychiatrische Kliniken, darunter die LWL-Klinik Dortmund mit einer suchtmedizinischen Ambulanz.
M
- MAGS NRW · Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
- Das Landesministerium in Nordrhein-Westfalen, das unter anderem für Gesundheit zuständig ist. Auf seiner Website stehen der Bußgeldkatalog des Landes zum Konsumcannabisgesetz sowie Fragen und Antworten zu Anbauvereinigungen. Erlaubnis und Überwachung der Anbauvereinigungen liegen bei den Bezirksregierungen, für Dortmund bei der Bezirksregierung Arnsberg.
- Marihuana
- Die getrockneten Blüten und blütennahen Blätter der Cannabispflanze, umgangssprachlich Gras.
- Medizinalcannabis
- Cannabis zu medizinischen Zwecken, ärztlich verschrieben und in Apotheken abgegeben. Es ist im Medizinal-Cannabisgesetz geregelt, nicht im KCanG.
- Mikrobiologie
- Prüfung auf Keime, also Bakterien, Hefen und Schimmelpilze.
- Mischkonsum
- Mehrere Substanzen gleichzeitig oder kurz nacheinander, etwa Cannabis und Alkohol. Die Wirkungen können sich gegenseitig verstärken und werden schwer vorhersehbar.
- MPU · Medizinisch-Psychologische Untersuchung
- Eine Begutachtung der Fahreignung durch Fachleute aus Medizin und Psychologie. Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet sie an, wenn Zweifel bestehen, ob jemand sicher fahren kann, etwa nach wiederholten Verstößen unter Cannabiseinfluss.
- Mykotoxine
- Giftstoffe, die Schimmelpilze bilden können, etwa Aflatoxine.
N
- ng/ml · Nanogramm je Milliliter
- Ein Nanogramm ist ein Milliardstel Gramm. Der THC-Grenzwert am Steuer liegt bei 3,5 ng/ml im Blutserum, dem flüssigen Teil des Bluts ohne Blutzellen.
O
- Ordnungswidrigkeit
- Ein Verstoß, den eine Behörde mit einem Bußgeld ahndet. Anders als eine Straftat führt eine Ordnungswidrigkeit nicht zu einer Vorstrafe.
P
- Poolprobe
- Material mehrerer Ernten wird gemeinsam untersucht. Der Befund gilt für alle enthaltenen Ernten.
- Präventionsbeauftragte
- Jede Anbauvereinigung muss ein Mitglied zur oder zum Präventionsbeauftragten ernennen. Die Person ist Ansprechperson für Fragen der Suchtprävention, sorgt für die Umsetzung des Gesundheits- und Jugendschutzkonzepts und muss eine Schulung nachweisen, etwa bei einer Landes- oder Fachstelle für Suchtprävention oder Suchtberatung.
- Privatrezept
- Ein ärztliches Rezept, dessen Kosten du selbst trägst, weil die Krankenkasse sie nicht übernimmt. Cannabisblüten zahlen die Krankenkassen seit dem 30. Juli 2026 nicht mehr, verschrieben werden können sie weiter auf Privatrezept.
- Probezeit
- Die ersten zwei Jahre nach dem ersten Führerschein. Bei schweren Verstößen kommt ein Aufbauseminar dazu, und die Probezeit verlängert sich auf vier Jahre.
- Psychose
- Ein Zustand, in dem die Wahrnehmung der Wirklichkeit gestört ist, etwa durch Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder starkes Misstrauen. Cannabis kann das Risiko erhöhen, besonders bei frühem Einstieg, häufigem Konsum und familiärer Veranlagung. Bei Anzeichen ärztliche Hilfe holen.
Q
- Quartalsabfrage
- Vor jedem Quartal fragen wir im Mitgliederportal ab, wie viel du für jeden der nächsten drei Monate bestellen möchtest. Die Bestellung ist verbindlich, weil sich unser Anbau danach richtet. Für eine Pause trägst du in der nächsten Abfrage weniger oder nichts ein.
- Quit the Shit
- Ein kostenloses, anonymes Online-Programm des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Vier Wochen lang führst du ein Konsumtagebuch und bekommst persönliche Rückmeldung, wenn du weniger kiffen oder ganz aufhören willst.
R
- Rosin
- Harz, das mit Wärme und Druck aus Blüten oder Haschisch gepresst wird, ohne Lösungsmittel. Wie Rosin rechtlich einzuordnen ist, ist noch offen.
S
- Safer Use
- Englisch für sichereren Gebrauch: Regeln, die Risiken senken, wenn jemand konsumiert, etwa wenig und selten, nichts mischen, Pausen einlegen und danach nicht fahren. Safer Use ist kein Aufruf zum Konsum.
- Schweigepflicht
- Ärztinnen, Ärzte und Fachkräfte in Beratungsstellen dürfen nicht weitergeben, was du ihnen anvertraust, auch nicht an Eltern, Arbeitgeber oder Polizei. Ausnahmen gibt es nur in engen Grenzen, etwa bei akuter Gefahr für Leib und Leben.
- Schwermetalle
- Metalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber, die eine Pflanze aus Boden, Wasser oder Dünger aufnehmen kann.
- Sichtweite
- Das KCanG verbietet öffentlichen Konsum in Schulen, auf Spielplätzen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportstätten und Anbauvereinigungen und auch in deren Sichtweite. Sie endet laut Gesetz bei mehr als 100 Metern Abstand zum Eingangsbereich. Näher dran gilt das Verbot, wenn der Ort zu sehen ist.
- SimpleX Chat
- Ein kostenloser Messenger für Smartphone und Computer, der ohne Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Benutzerkonto auskommt. Nachrichten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und selbst die Server erfahren nicht, wer mit wem schreibt. Deshalb nutzen wir ihn für anonyme Fragen.
- Sozialpsychiatrischer Dienst
- Ein Dienst des Gesundheitsamts, der Menschen in psychischen Krisen und ihre Angehörigen kostenlos berät und vermittelt, bei Bedarf auch mit Hausbesuchen.
- Stabile Seitenlage
- Eine Lage aus der Ersten Hilfe für Menschen, die bewusstlos sind, aber normal atmen: auf der Seite, den Kopf leicht nach hinten geneigt, damit die Atemwege frei bleiben und Erbrochenes abfließen kann. Bis der Rettungsdienst da ist, regelmäßig die Atmung prüfen.
- Steckling
- Ein abgeschnittener Trieb einer Mutterpflanze, der Wurzeln bildet und zu einer neuen Pflanze heranwächst. Zusammen mit Samen heißt das im Gesetz Vermehrungsmaterial.
- Stichprobe
- Eine Probe aus einer Ernte, die stellvertretend für die ganze Ernte untersucht wird. Anbauvereinigungen müssen regelmäßig Stichproben nehmen und untersuchen lassen.
- Suchtberatung
- Beratungsstellen für alle, die Fragen oder Sorgen rund um Alkohol, Drogen, Medikamente oder Glücksspiel haben, auch für Angehörige. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Du musst dafür nicht aufhören wollen.
- Synthetische Cannabinoide
- Im Labor hergestellte Stoffe, die an denselben Stellen im Gehirn andocken wie THC und oft viel stärker wirken. Sie werden auf Pflanzenmaterial gesprüht und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Es gab schwere Vergiftungen und Todesfälle.
T
- THC · Delta-9-Tetrahydrocannabinol
- Der psychoaktive Hauptwirkstoff von Cannabis. Angaben in Prozent beziehen sich auf das Gewicht der Probe: 20 % heißen 200 Milligramm je Gramm.
- THCA · Tetrahydrocannabinolsäure
- So liegt THC in der frischen Pflanze überwiegend vor. THCA wirkt nicht psychoaktiv. Erst beim Erhitzen spaltet es Kohlendioxid ab und wird zu THC (Decarboxylierung).
- Toleranz
- Gewöhnung des Körpers: Wer regelmäßig konsumiert, braucht mit der Zeit mehr für dieselbe Wirkung. Eine Pause senkt die Toleranz wieder.
- Trichome
- Winzige Drüsenhärchen, vor allem auf den Blüten der Cannabispflanze. Ihr Harz enthält den größten Teil der Cannabinoide wie THC und CBD.
V
- Verdampfen · Vaporizer
- Cannabis wird in einem Gerät, dem Vaporizer, so weit erhitzt, dass die Wirkstoffe verdampfen, ohne dass es verbrennt. Das belastet die Atemwege weniger als Rauchen. Die übrigen Risiken des Konsums bleiben.
- Vermehrungsmaterial
- Samen und Stecklinge von Cannabispflanzen. So fasst das KCanG beides zusammen (§ 1 Nr. 7 KCanG).
W
- Weitergabe
- So nennt das KCanG jedes Überlassen von Cannabis an andere. Erlaubt ist sie nur in Anbauvereinigungen, an die eigenen Mitglieder, in begrenzten Mengen und nicht als Verkauf mit Gewinn. Cannabis, das du besitzt oder selbst anbaust, darfst du nicht weitergeben.