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Kurz erklärt

Warum wirken Edibles so spät?

Stand: 28. September 2026

Geraucht oder verdampft gelangt THC über die Lunge schnell ins Blut. Die Wirkung setzt fast sofort ein.

Gegessen oder getrunken, etwa in Keksen oder Tee, muss THC erst durch Magen, Darm und Leber. Die Wirkung kommt deshalb verzögert und oft plötzlich. In einer Studie mit Erwachsenen war sie erst nach anderthalb bis drei Stunden am stärksten und hielt sechs bis acht Stunden an.

Das Problem: Wer nach einer Stunde noch nichts spürt und nachlegt, bekommt die Wirkung beider Portionen fast gleichzeitig. So kommt es zu Überdosierungen mit Angst, Panik und starker Übelkeit.

Für Kinder sind Edibles besonders gefährlich. Sie sehen aus wie normale Süßigkeiten, und schon kleine Mengen können zu einer schweren Vergiftung führen. Bewahre sie deshalb immer sicher und unerreichbar auf. Hat ein Kind etwas davon gegessen, ruf den Giftnotruf an, in NRW die Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn unter 0228 19240, rund um die Uhr. Bei Bewusstseinsstörung oder Atemproblemen sofort die 112.

Merke: Bei Essbarem nicht nachlegen, sondern warten. Und immer außer Reichweite von Kindern.

Mehr dazu: Was Cannabis im Körper macht · Haushalt und Kinder

Quellen

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