Unser Ansatz
Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen und risikobewussten Umgang mit Cannabis ein. Unsere geschulten Präventionsbeauftragten klären auf, beraten persönlich und helfen, wenn es schwierig wird. Was du ihnen anvertraust, bleibt vertraulich.
Wir nehmen Mitglieder so, wie sie leben, und begegnen ihnen ohne Vorwurf. Welche Rolle Cannabis im Leben spielt, entscheidet jedes Mitglied selbst. Wir helfen dabei, diese Entscheidung informiert zu treffen.
Worüber wir aufklären
In Gesprächen und in unserem Wissensbereich informieren wir sachlich und auf Grundlage aktueller Studien über:
- Wirkweisen: Effekte von THC, CBD und anderen Cannabinoiden
- Akute Nebenwirkungen: Angstzustände, Übelkeit, Kreislaufprobleme
- Langfristige Folgen: Abhängigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Safer Use: Wege, die Risiken beim Konsum zu senken
- Wechselwirkungen: Gefahren durch Mischkonsum, etwa mit Alkohol oder Medikamenten
- Rechtliches: gesetzliche Regeln zu Besitz und Konsum von Cannabis
In Vorbereitung sind Aufklärungsabende, Diskussionsrunden und Vorträge mit Gästen aus der Suchtprävention.
Bewusst konsumieren
Wir unterstützen Mitglieder dabei, ihren Konsum im Griff zu behalten:
- Konsum und Risiken realistisch einschätzen
- Safer-Use-Regeln beachten
- Veränderungen des eigenen Wohlbefindens wahrnehmen
- Grenzen setzen und „Nein“ sagen können
- Zum Entspannen Alternativen zum Konsum nutzen
- Hilfsangebote kennen und annehmen
Warnsignale früh erkennen
Anzeichen für riskanten Konsum oder eine beginnende Abhängigkeit sind zum Beispiel:
- deutlich häufigerer Konsum oder größere Mengen
- Alltagspflichten und soziale Kontakte werden wegen des Konsums vernachlässigt
- Weiterkonsum trotz negativer Folgen wie Konzentrationsproblemen
- Entzugserscheinungen und starkes Verlangen (Craving) in Konsumpausen
Wer so etwas bei sich oder anderen bemerkt, bekommt bei uns schnell ein Gespräch, in dem wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Ziel ist, Probleme früh zu erkennen, bevor eine Abhängigkeit entsteht. Geplant sind außerdem Gruppentreffen und moderierte Austauschrunden.
Zusammenarbeit mit Fachstellen
Wir arbeiten mit der Suchthilfe im Kreis Unna, der Drogenberatungsstelle DROBS und der Diakonie Dortmund zusammen. Bei der Suchthilfe im Kreis Unna haben unsere Präventionsbeauftragten ihre Schulung nach § 23 Abs. 4 KCanG absolviert. Über diese Stellen, Selbsthilfegruppen sowie Therapeutinnen und Therapeuten finden Mitglieder schnell den Weg ins Hilfesystem, so wie es § 23 Abs. 5 KCanG vorsieht. Die Erfahrung der Fachstellen fließt in unsere Angebote ein; wir nutzen erprobte Präventionskonzepte und bilden uns regelmäßig fort.
Forschung
Wir beteiligen uns an der gesetzlichen Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (EKOCAN) und an einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Dazu kommen unsere eigene Befragung und die freiwillige Datenspende im Selbsttest.