THC wirkt auf das Belohnungssystem im Gehirn. Kommt das oft vor, stellt sich das Gehirn darauf ein: Es wird unempfindlicher. Für dieselbe Wirkung braucht es dann mehr. Fachleute nennen das Toleranz.
Toleranz ist ein Zeichen, dass sich der Körper an Cannabis gewöhnt hat. Sie gehört zu den Kriterien, an denen Fachleute eine Abhängigkeit erkennen. Das Bundesgesundheitsministerium nennt Toleranzentwicklung und Entzugssymptome ausdrücklich als Merkmale des Abhängigkeitssyndroms. Wer mehr nimmt, um die gewohnte Wirkung zu erreichen, erhöht zugleich die Risiken, denn sie steigen mit Menge und THC-Gehalt.
Oft kommt noch etwas dazu: Nach dem Rausch folgen Unruhe, Reizbarkeit oder Unbehagen. Mit der Zeit wird dann eher konsumiert, um dieses Unbehagen loszuwerden, als wegen des Rauschs.
Toleranz geht zurück, wenn der Konsum endet. Eine Pause ist außerdem ein Test: Wie leicht fällt sie dir?
Merke: Wenn du für dieselbe Wirkung mehr brauchst, ist das ein Warnsignal und ein guter Anlass für eine Pause.
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