THC wirkt auf das Belohnungssystem im Gehirn. Kommt das oft vor, stellt sich das Gehirn darauf ein: Es wird unempfindlicher. Für dieselbe Wirkung braucht es dann mehr. Fachleute nennen das Toleranz.
Toleranz ist ein Zeichen, dass sich der Körper an Cannabis gewöhnt hat. Sie gehört zu den Kriterien, an denen Fachleute eine Abhängigkeit erkennen. Das Bundesgesundheitsministerium beschreibt das Abhängigkeitssyndrom ausdrücklich mit Toleranzentwicklung und Entzugssymptomen. Wer mehr nimmt, um die gewohnte Wirkung zu erreichen, erhöht zugleich die Risiken, denn mit Menge und THC-Gehalt steigen sie.
Oft kommt noch etwas dazu: Nach dem Rausch folgen Unruhe, Reizbarkeit oder Unbehagen. Mit der Zeit wird dann eher konsumiert, um dieses Unbehagen loszuwerden, als wegen des Rauschs.
Toleranz geht zurück, wenn der Konsum endet. Eine Pause ist deshalb auch ein Test: Wie leicht fällt sie dir?
Merke: Wenn du für dieselbe Wirkung mehr brauchst, ist das ein Warnsignal und ein guter Anlass für eine Pause.
Mehr dazu: Wie Abhängigkeit entsteht · Konsumpause
Quellen
*Zur Freigabe:* „Toleranz geht zurück, wenn der Konsum endet“ ist allgemein formuliert und in den geöffneten Quellen nicht wörtlich belegt; Bonnet und Preuss beschreiben die Rückkehr der Rezeptoren nach etwa vier Wochen Abstinenz. Bei Bedarf mit dieser Quelle ergänzen oder den Satz streichen.