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Wissen · Ergänzungen

Konsumpause

Stand: 28. September 2026

Kurz gesagt

Eine Pause zeigt, ob du ohne auskommst, und gibt Kopf und Schlaf Zeit. Was in den ersten Tagen passieren kann und was dir hilft.

  • Eine Pause ist ein guter Test, wie sehr Cannabis zu deinem Alltag gehört.
  • Die ersten Tage können unangenehm sein: Unruhe, schlechter Schlaf, Gereiztheit. Am stärksten ist es in der ersten Woche, die meisten Beschwerden sind nach zwei bis drei Wochen vorbei.
  • Mitglieder tragen eine Pause in der nächsten Quartalsabfrage ein. Die Mitgliedschaft bleibt davon unberührt.

Warum eine Pause

Wer regelmäßig konsumiert, merkt oft erst ohne Cannabis, wie sehr es zum Alltag gehört: zum Abschalten, zum Einschlafen, gegen schlechte Laune. drugcom warnt, dass Cannabis so leicht zur Krücke wird. Eine Pause zeigt, ob du ohne auskommst. Gedächtnis und Konzentration, die unter regelmäßigem Konsum leiden, erholen sich nach bisherigem Wissen, wenn der Konsum endet.

Ob dein Konsum schon problematisch ist, kannst du mit dem Selbsttest einschätzen.

Was in den ersten Tagen passieren kann

Wer lange regelmäßig konsumiert hat, kann Entzugszeichen bekommen. Sie beginnen meist ein bis drei Tage nach dem letzten Konsum und sind in der ersten Woche am stärksten. Die meisten klingen nach zwei bis drei Wochen ab, Schlafprobleme und gedrückte Stimmung können länger dauern. Häufig sind:

  • Nervosität und Unruhe
  • Schlafprobleme und wirre Träume
  • wenig Appetit
  • Gereiztheit, Angst, gedrückte Stimmung
  • Schwitzen, Zittern, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen

Das ist unangenehm, aber laut drugcom in der Regel keine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit. Der Schlaf braucht oft am längsten: In einer Studie schliefen Menschen, die jahrelang fast täglich konsumiert hatten, in der ersten Nacht ohne Cannabis schlechter und in der zweiten noch schlechter.

Medikamente: Rauch beschleunigt den Abbau mancher Medikamente, zum Beispiel Clozapin, Olanzapin oder Theophyllin. Hört jemand, der regelmäßig raucht, plötzlich auf, können sie zu stark wirken. Wer solche Medikamente nimmt, spricht die Pause vorher in der Arztpraxis ab.

Was hilft

  • Ein klares Ziel: Leg fest, was du dir vornimmst und wie lange die Pause dauern soll.
  • Schwierige Momente kennen: Schreib auf, wann und warum du sonst konsumierst, und überleg dir vorher, was du statt dessen tust.
  • Umfeld: Wer weiter viel Zeit mit Menschen verbringt, die konsumieren, wird laut drugcom deutlich häufiger rückfällig. Erzähl Freundinnen und Freunden, was du vorhast.
  • Bewegung: Tägliche Bewegung kann das Verlangen senken, auch Hobbys lenken ab.
  • Abends: Ein neues Abendritual ohne Cannabis kann das Einschlafen erleichtern.
  • Rückschläge: Rückfälle sind normal und kein Grund, das Ziel aufzugeben. Überleg, was die Situation schwer gemacht hat, dann bist du beim nächsten Mal besser vorbereitet.

Unterstützung

Quit the Shit ist ein kostenloses und anonymes Online-Programm des BIÖG. Du führst dort vier Wochen lang ein Konsumtagebuch, bekommst jede Woche Rückmeldung von einer Beraterin oder einem Berater und legst selbst fest, ob du weniger nehmen oder aufhören willst. Persönliche Beratung in der Nähe findest du unter Hilfe finden. Unsere Präventionsbeauftragten erreichst du unter praevention@csc-dortmund.de.

Für Mitglieder: Pause über die Quartalsabfrage

Vor jedem Quartal gibst du in der Quartalsabfrage im Mitgliederportal an, wie viel du in den drei Monaten je Monat bekommen möchtest. Danach plant der Verein den Anbau.

Eine Pause trägst du in der nächsten Quartalsabfrage ein: für einzelne Monate weniger oder gar nichts, oder du setzt das ganze Quartal aus. Eine Pause, die du so angibst, ist geschützt. Du musst sie nicht begründen, und sie hat keine Frist. Eine Beendigung der Mitgliedschaft kommt nur in Betracht, wenn zwei Quartalsabfragen hintereinander unbeantwortet bleiben.

Die Bestellung, die du schon abgeschickt hast, bleibt verbindlich und wird bezahlt. Abholen musst du sie nicht.

Quellen

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